Reduziert auf eine Nummer, erniedrigt, vorgeführt und dienstbar. Der Weg zum slave braucht Überwindung, ist hart, doch er ist auch befriedigend. Der Schutz und das Training seines Eigentümers MasterEU formte und stärkte meinen heutigen Interviewpartner.

Hi #25. Du trägst eine Nummer als Name. Was bedeutet diese für dich und was soll sie aussagen?

slave #25 on Twitter

Hallo Master Marc. Ich bin ein Sklave von MasterEU und habe die Nummer 25 als meinen Sklaven-Namen bekommen, als mein Master mich als seinen neuen Sklaven angenommen hat. Er findet es angemessen seinen Sklaven Nummern zu geben.

Eine Nummer als Namen zu tragen verdeutlicht, dass ich im Besitz von meinem Master bin und unterstreicht die Hierarchie zwischen uns.

Wie hat es sich angefühlt plötzlich eine Nummer zu sein und dies auch gegen Aussen zu zeigen?

Es hat sich erniedrigend angefühlt, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Ich trage in seiner Gegenwart ein Halseisen mit einem Vorhängeschloss auf dem “#25” eingraviert ist. Viele Leute aus der Szene kennen mich auch nur unter diesen Namen.

Trägst du dieses Halseisen nur zu Hause? Und was bedeutet es für dich?

Zurzeit trage ich das Halseisen nur zu Hause und wenn wir zusammen unterwegs sind. Ich freue mich aber auf die Zeit nach “Corona”, wenn ich es auch in der Szene öffentlich tragen kann. Das Halseisen erinnert mich daran, dass ich sein Sklave bin und soll es anderen Leuten auch zeigen.

Du sagst, du seist ein sklave. Wie definierst du das slave-sein?

Jeder hat sicherlich eine etwas andere Vorstellungen von dem, was ein Sklave ist und wie das definiert wird. Ich persönlich mache einen Unterschied zwischen einem Sub, der sich für einzelne Sessions jemanden unterwirft und einem Sklaven, der im Besitz von jemanden ist.

Ich habe mich als Sklave von MasterEU völlig fallen gelassen und bin darauf angewiesen, dass er mit der Macht, die ich ihm gegeben habe, wohlwollend umgeht. Ich habe keine Geheimnisse vor ihm und er besitzt genug Information und “Material” von mir, um mir ernsthaft zu schaden. Damit ist einerseits sichergestellt, dass er mich zu Sachen zwingen kann, die ich nicht möchte und andererseits verleiht es mir ein Gefühl des ausgeliefert seins und der Fremdbestimmung.

So ein Verhältnis setzt sehr viel Vertrauen voraus und das ist auch der Grund, warum ich mich glücklich schätze einen Besitzer gefunden zu haben, dem ich 100% Vertrauen kann.

Das Vertrauen ist neben Einvernehmlichkeit die wichtigste Voraussetzung für guten SM. Kannst du uns dein Bedürfnis nach Fremdbestimmung und nach dem Ausgeliefert sein genauer aufzeigen?

Ich hatte schon immer diese Neigung dominiert werden zu wollen. Das war schon vor der Pubertät in der Schule so und hat sich, als ich mir eingestanden habe nicht heterosexuell zu sein, weiter verstärkt. Ich mag es zum Vergnügen andere da zu sein und zu “Sachen” gezwungen zu werden. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber es gibt mir eine Befriedigung und einen Kick, das über das sexuelle hinausgeht. Ich bin froh zu wissen, dass ich nicht der einzige mit dieser Neigung bin und es zu jedem Topf einen Deckel gibt.

Mein Ziel ist es behutsam geformt zu werden, um die Bedürfnisse meines Masters und anderer Männer befriedigen zu können. Das schließt ein, dass ich lerne über meine jetzigen Grenzen hinauszuwachsen und meine Scham abzulegen. Dieses Ziel kann ich nur durch “Zuckerbrot & Peitsche” und Überredung erreichen. Das ist genau das, was ich will. Natürlich ist alles einvernehmlich (safe, sane, consensual) und im Rahmen des erlaubten.

Es gibt absolute Tabus, z.B. die Sicherstellung meiner Gesundheit, die nicht angerührt werden dürfen. Alles andere liegt in der Hand meines Masters.

Ist dies ein rein sexuelles Bedürfnis oder suchst du die Führung, den Halt, aber auch den Zwang und das Ausleben deiner Dienstbarkeit eigentlich auch weitergehend?

Ich habe die Sehnsucht danach in meinem Leben geführt zu werden, neue Verhaltensweisen zu lernen und mein Aussehen anzupassen, mich auch im Alltag unterzuordnen. Halt zu finden gehört für mich dazu. Ich meine damit nicht eine “romantische” Beziehung, aber es kann in die Richtung einer Freundschaft oder Verbundenheit gehen. Das sexuelle stellt jetzt erstmal die Basis dar, auf der alles andere Aufgebaut werden kann. Wohin mich die Reise bringt und wie weit ich gehen werde, kann ich nicht sagen.

Du tendierst also von deinen Bedürfnissen her in Richtung Vollversklavung. Worin besteht der Reiz des freiwilligen Verzichts auf deine eigenen Freiheiten, deine Rechte und deine Selbstbestimmung im Leben?

Ja, von meinen Bedürfnissen her tendiere ich dahin. Ich bewundere dominante Menschen, vor allem wenn sie das auch ausstrahlen. Viele kennen sicherlich von früher die Gespräche in der Umkleide, wenn es um Frauen ging und was man gerne Mal mit denen machen würde. Es waren meistens dumme Sprüche und Angebereien. Sowas zieht mich irgendwie magisch an. Ich hätte denen gerne gesagt, dass sie diese Maximalfantasien doch mit mir verwirklichen können. Jeder hat sexuelle Geheimnisse und mich reizt es diese herauszufinden und sie in die Tat umzusetzen.

Nun, das ist jetzt meine Maximalfantasie, aber im Rahmen von BDSM kommt man dem sehr nahe, wenn der Top wirklich macht, worauf er Lust hat. Es kann für beide ein Kik sein, etwas, was man sich bisher nur beim Wichsen vorgestellt hat, weil man es mit einem “normalen” Menschen nicht machen würde, mit einem Sklaven, wie mir, zu machen. Mich fasziniert diese Gratwanderung und daher lerne ich gerne auch neue Sachen kennen. Darüber hinaus ist es auch reizvoll mal nicht zu denken, sondern einfach zu machen.

Wenn sich der Dom aber das nimmt, was er will, dann wird deine Lust, dein Wollen ja absolut unwichtig. Wie siehst du das und wie steht es dann mit Limits? Ich frage, weil diese ja auch je nach Form variieren können.

In der Tat kann es passieren, dass dem Dom meine Lust völlig gleichgültig ist, wenn er sich richtig gehen lässt. Für eine begrenzte Zeit ist das okay für mich, wenn mir gezeigt wird, wie sehr ich ihn gerade befriedigen kann. Aus der sichtbaren Befriedigung und dem verbalen Feedback beziehe ich meine eigene Lust.

Auf Dauer kann ich das natürlich nicht machen. Daher habe ich meinen Besitzer und Master mit Bedacht ausgewählt. Wir haben vorher gemeinsam ausgelotet, wo Schnittmenge liegen und ob es wo etwas gibt, was er braucht und ich ihm nicht geben kann. Da dem nicht so ist, habe ich ihm gegenüber fast keine Tabus. Ich vertraue darauf, dass er weiß, was er macht. Das ist für mich der Nervenkitzel, den ich brauche. Bei Leuten, denen ich vorgeführt werde, wird natürlich vorher festgestellt, was geht und wo die Limits liegen. Diese sind wesentlich enger gefasst. Über allem steht stets meine Gesundheit. Darüber werde ich nie verhandeln. Ich denke, dass viele Fantasien nicht immer unbedingt etwas mit Brutalität zu tun haben müssen.

Nein, Brutalität ist auch nicht SM, sondern einfach nur stupide. Wurden dir im Verlauf der Zeit auch schon Tabus abgebaut, die du früher hattest? Kannst du uns Beispiele nennen und wie es dazu kam, dass diese Barrieren überwunden wurden?

Während meiner Probezeit war es mir wichtig, dass mein neuer Master keine Bilder und Videos von mir besitzt, mit dem er mich evtl. erpressen könnte. Ich habe mein Gesicht unkenntlich gemacht, wenn ich ihm etwas geschickt habe oder hatte eine Maske auf, wenn ich gefilmt wurde. Mittlerweile bekommt er alles unzensiert und mir gefällt das auch. Eine andere Sache ist das Schlucken von Sperma. Ich stehe da wirklich nicht drauf, aber ich weiß wie sehr er das mag. Also mache ich es jetzt. Der nächste Schritt wäre sicherlich zu lernen es zu mögen. Beide Sachen mache ich aus Vertrauen heraus.

Das mit den Fotos hattest du schon vorhin erwähnt. Weshalb ist dir die Erpressbarkeit so wichtig?

Weil ich ein kleiner Schisser bin und im Schwimmbad das 3-Meter-Brett der Endgegner ist 😉. Ohne Zwang würde ich mich oft nicht vom Fleck bewegen und mich Sachen trauen. Hinterher bin ich aber froh es gemacht zu haben. Es tut gut festzustellen, dass ich mehr Sachen kann, als ich mir selber zutraue. Schön, dass mir dabei geholfen wird. Außerdem scheine ich darauf zu stehen.

Zwang ist ein Trigger für viele. Aber Zwang ist per se nicht wirklich einvernehmlich. Es scheint, dass du ein Befürworter des “consensual non-consent” bist. Das wiederum ist wirklich das Fremdbestimmt sein. Macht dir das keine Angst?

Ich tendiere in manchen Situationen dazu und es macht mir vom Kopf her etwas Angst. Mein Bauch befürwortet dies aber und möchte sich völlig ausliefern, fremdbestimmt sein. Aber klar habe ich Angst. Ich wäre ja kein vernünftiger Mensch, würde mir so was nicht Angst machen, aber ich vertrau auf meinen Master, diese Neigung von mir, behutsam zu benutzen.

Was waren bisher so die härtesten Überwindungen, die du unter Zwang machen musstest?

Mein Master kann meine Position über eine App orten und weiß immer genau wo ich bin. So kann er kontrollieren, ob ich Aufgaben ausführe, die er mir gibt. Natürlich dokumentiere ich das, wobei gilt, alles wovon ich keinen Fotos habe, habe ich auch nicht gemacht. Wir haben die Abmachung getroffen, dass er dann schrittweise Informationen und Bilder von mir posten darf. Erstmal harmloses Zeugs, aber auch Face-Fotos und später dann Sachen, die ich lieber nicht mit Face teilen möchte.

Im Sommer 2019 hat er mir befohlen ins Freibad schwimmen zu gehen, und zwar angezogen. Ich musste weiße Sportsachen und mein Hundehalsband anziehen. Einen Plug habe ich auch im Po gehabt. Ich war total nervös und wollte das nicht, aber ich war gezwungen das durchzuziehen.

Auf der Toilette vom Freibad habe ich dann erstmal gefilmt, wie ich mir den Plug raus- und reinschiebe und danach Fotos in verschiedenen Positionen aufgenommen.

Mein Master war die ganze Zeit an seinem Handy und hat das überwacht und mir Anweisungen gegeben. Ich hatte damals noch keinen KG und hatte voll eine Latte. Blöde jetzt herauszugehen, aber ich sollte sofort raus und zum Beckenrand.

Dort habe ich meine Sachen abgelegt und bin etwas auf und abgegangen. Ich hatte Angst, dass mich jemand sieht, der mich kennt, obwohl ich extra in eine andere Stadt für diese Aufgabe gefahren bin. Als ich im Wasser war, war es besser.

Ich bin einige Bahnen geschwommen, bevor mich der Bademeister zur Seite gewunken hat. Er meinte, dass es aus hygienischen Gründen verbotenen sei, mit Klamotten ins Wasser zu gehen und warum ich das machen würde.

Ich glaube, ich bin rot im Gesicht geworden.

Ich habe schnell etwas von Sonnenallergie gefaselt und bin dann schnell aus dem Wasser gestiegen. Als er mich mit der Kette gesehen hat, hat er mich angegrinst und später habe ich gesehen wie er mit seinen Kollegen getuschelt hat.

Ich wollte nur noch weg. In dem Freibad war ich bis heute nicht mehr…und ich denke das bleibt auch so. Einige Fotos habe ich davon auf Twitter gepostet.

Du stehst also auf öffentliche Erniedrigung? Was ist da der Kick für dich?

Ja, ich stehe darauf. Es ist eine Hassliebe. Ich mag es, wenn Menschen sich auf meine Kosten amüsieren und lachen. In einer Gruppe sind die meisten dann ja auch ungezwungener. Auch mag ich es vorgeführt zu werden. Das kann entweder öffentlich sein oder auch auf Events und privaten Feiern. Ich denke die Rolle als Partyschlampe oder als Kellner ect. steht mir gut. Entweder sexuell, zur Belustigung oder auch einfach als Arbeitskraft.

Ist das eine Bewerbung für meine Private Parties? Da ist gutes Nutzvieh immer willkommen. Was reizt dich an der Erniedrigung? Was gibt es dir persönlich und wie siehst du dich selber?

Von meiner Seite aus gerne, aber da ich im Besitz von MasterEU bin, müssen Sie so etwas direkt mit ihm ausmachen. Manchmal verleiht er mich oder schickt mich zu jemanden.

Bei der Erniedrigung reizt es mich, das Objekt der Aufmerksamkeit zu sein und genieße es, wenn der oder die anderen ausprobieren, wie weit sie gehen können. Manche fangen an zu experimentieren und werden spielerisch neugierig. Ich merke sowas und es gefällt mir mich als Spielzeug zu fühlen. Auch freue ich mich, wenn der andere die Macht spürt, die er über mich in dem Moment hat.

Naja, ist dir diese Aufmerksamkeit wirklich wichtig oder kann diese auch eine Art Belohnung sein? Ein dienstbarer slave kann auch fast durchsichtig im Hintergrund seine Arbeit zum Wohl der Tops leisten. Es gibt ja auch Zeiten, in denen man slaves auch ignorieren kann und soll, oder siehst du das anders?

Sie haben natürlich vollkommen Recht und Aufmerksamkeit sehe ich auch als Belohnung an. Es ist eine sehr wichtige Währung. Ich habe es vorhin aus meiner Perspektive geschildert, also was mir daran gefällt. Es geht zum Glück aber nicht nach mir und die Interessen des Tops stehen immer an erster Stelle. Ich bin vielseitig benutzbar und passe mich stets schnell den Erfordernissen an.

Was gibt es dir, wenn man dich als eine Art Untermensch behandelt, ein Ding, das da ist zum Dienen und um die Bedürfnisse Dritter zu befriedigen, dass man dich erniedrigt, dass du selbst unwichtig wirst?

Es gibt mir Zufriedenheit und Erfüllung. Ich bin so geboren worden und suche nicht mehr nach dem warum. Sie sehen, wenn ein Top sich einfach nimmt, was er will, dann bereitet mir das Freude und man tut mir damit etwas Gutes.

Wenn du so deine Sklavenkarriere betrachtest, was sind da für dich die geilsten Momente gewesen?

Ich hatte eine Session mit meinem Master, wo mir vorher mitgeteilt wurde, ich solle mir am nächsten Tag nichts vornehmen. Ich hatte mich gedanklich auf Spanking eingestellt und so kam es dann auch. Mein Master hat mich an ein Andreaskreuz gefesselt und ein neues Schlagspielzeug an mir ausprobiert. Ich sollte lernen, Lust mit Schmerzen zu verbinden und diese nicht nur zu ertragen. Er hat langsam angefangen meinen Rücken zu bearbeiten und hat dann immer fester zugeschlagen. Als ich dachte, dass er an seinem für mich zugedachtem Limit wäre, hat er dann noch einmal eine Schippe draufgelegt und ich musste die Schläge dann mitzählen. Ich habe das mit zugebissenen Zähnen gemacht. Als er fertig war habe ich nach unten geschaut und gesehen, dass mein Penis prall, war wie nie zuvor und vor Geilheit gezuckt hat. Mein Master meinte zu mir, dass es ihm gefallen hat und meinem Schwanz anscheinend auch. Nach einer Pause war mein Hintern an der Reihe, bis er rot geglüht hat. Seitdem habe ich eine Schmerzgeilheit entwickelt.

Dann hat es an der Tür geklingelt und mir wurde eine blickdichte Maske über dem Kopf gezogen. Mein Master hatte wohl jemanden eingeladen. Das macht er ab und zu. Ich habe die beiden im Nebenzimmer reden gehört, bevor sie in den Playroom gekommen sind. Er meinte zu unserem Gast, dass er mich so lange ficken könnte wie er Lust dazu hat. Safe natürlich. Ich glaube, ich wurde noch nie so lange und intensiv gefickt. Im Nachhinein bewundere ich das „Stehvermögen“ des Gastes. Irgendwann konnte ich echt nicht mehr und habe es nur noch mit mir geschehen lassen. An diesem Abend hat er zweimal in mir abgespritzt und ich habe meinen Master oral befriedigt. Als die Session vorbei war und beide gegangen sind, habe ich wie immer den Playroom und die Wohnung aufgeräumt, den Boden geputzt und die benutzen Kondome entsorgt. Ich habe mich total benutzt und glücklich gefühlt.

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